In den oben erwähnten heiligen Versen lautet es vielmals: “O Gläubige!”. Dies gebietet allen Muslimen bis zum Jüngsten Tage dem heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, gegenüber ehrerbietig zu sein.Wäre
dies nur für seine ehrwürdigen Gefährten angeordnet, würde es jedesmal
“O Gefährten des Propheten!” lauten. In der Tat lautet es “O Gemahlinnen
des Propheten” und “O Bewohner Medinas!” Um allen Muslimen bis zum
Jüngsten Tage das rituellen Gebet, das Fasten, die Pilgerfahrt, die
Armensteuer und die anderen Anbetungen, was für sie unentbehrlich sind,
zu verkünden, wurde auch die Bezeichnung ‘O Gläubige!’ benutzt. Die
Worte der Wahhabiten: “Vor dem Heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm,
Respekt zu haben, wäre in seiner Lebzeit notwendig. Nach seinem Tode
darf man keinen Respekte haben und ihn nicht für seine Hilfe bitten.”
wurden also durch den heiligen Vers widerlegt.
Die obigen heiligen Verse beweisen, dass
man außer ALLAH, dem Erhabenen auch andere Respektieren sollte. Der
104. heilige Vers der Sure Bakara lautet: “O Gläubige, sagt nicht
“Râ’inâ zum Propheten”!, sondern “Sieh uns an” und gehorchet!” Die
Gläubigen sagten zu dem Gesandten des Erhabenen, Friede sei mit Ihm,
‘Râ’inâ’, dies heißt “beschütze, bewahre uns!” In der jüdischen Sprache
hat jedoch Râ’inâ den Sinn des Fluchens und Anschwärzens. Deswegen
riefen die Juden den Gesandten des Erhabenen, in diesem Sinne zu. ALLAH,
der Erhabene verbat den Gläubigen, es auf diese Weise zu benutzen, da
es einen schlechten Sinn enthält, um somit Seine Gesandten vor der
Gefahr der Unehrerbietigkeit zu schonen. Damit dieser Anstand bis zum
Jüngsten Tage bewahrt bleibt, sagte Er, “O Gläubige!”
Im 33. heiligen Vers der “Sure” Enfal
(Die Beute) heisst es dem Sinn nach: “ALLAH aber wollte sie nicht
strafen, während du unter ihnen warst.” Es wurde versprochen, daß bis
zum Jüngsten Tag nicht gequält wird. Dieser Vers dementiert die Aussage
der Wahhabiten er sei zur Erde geworden”.
Der 34. heilige Vers der Sure Bakara
lautet sinngemäß: “Als wir zu den Engeln sprachen: ‘Werfet euch nieder
vor Adam’, da warfen sie sich nieder bis auf Iblîs (Satan), der sich in
Hoffart weigerte und einer der Ungläubigen ward.” Der Satan befolgte den
Befehl ALLAHs, des Erhabenen nicht, weil er andere außer ALLAH, dem
Erhabenen zu respektieren ablehnte und den Propheten verachtete. Die
Wahhabîten sind auch auf dem Weg des Satans. Die Mutter, der Vater und
die Brüder des Propheten Yûsuf, Friede sei mit ihm, schätzten ihn hoch,
indem sie sich vor ihm Niederwarfen. ALLAH, der Erhabene würde Seine
Geliebten nicht rühmen wenn es Religionslosigkeit und Götzendienst wäre,
auch andere außer Ihn zu loben. Nach der Glaubenslehre der Sunna ist es
verboten, sich vor anderem außer ALLAH, dem Erhabenen rituell
niederzuwerfen, weil es dem Gebet ähnlich ist und nicht weil man Ehre
erweist.
Der Satan erschien dem heilige Prophet,
Friede sei mit Ihm immer wie ein alter Mann aus Nedschd. Als die
Götzendiener sich in dem Ort “Dâr un-Nedwe” bei Mekka den heiligen
Propheten gemeinsam zu töten entschieden, lehrte der Satan ihnen, wie
sie ihn töten können, indem er wie ein Alter aus Nedschd erschien. Sie
hatten sich entschieden zu erfüllen, was der Satan sagte. Seit diesem
Tag nennt man den Satan auch als Scheich-i Nedschdî. St. Muhyiddîn
ibn-ül-Arabî schreibt in seinem Buch “Musâmerât” (Die Unterhaltungen):
“Die Koreisch-Ungläubigen reparierten die heilige Kaaba vor dem Islam.
Jeder von den Nomaden Stammesvorsitzendern sagten einander: “Den
heiligen Stein Hadscher-ul-Eswed stelle ich auf.” Schließlich wurde
folgendes entschieden: ‘Wir machen den, der morgen früh als Erster hier
eintrift, zum Richter. Der, der von ihm auswählt wird, stellt den
heiligen Stein hin.’ Als Erster kam der heilige Prophet, Friede sei mit
Ihm, dorthin. Er war erst 25 Jahre alt. Die dortigen sagten: “Diese
kommende Person ist ein vertrauenswürdiger Mann. Wir nehmen an, was er
darüber urteilt. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, sagte ihnen:
“Beschafft einen Webteppich und stellt den Stein darauf und haltet jeder
an den Teppichsränden und tragt es bis zur Stelle, wohin der Stein zu
legen ist!” Dann nahm er mit seinen heiligen Händen den heiligen Stein
aus dem Webteppich und setzte ihn in seinem neuen Platz ein. Iblis, der
Satan, der in der Gestalt eines alten Mannes erschien, zeigte auf einen
kleinen Stein und schlug vor, den heiligen Stein damit zu stützen. Er
trug dabei diese Absicht. “Wenn dieser morsche Stein mit der Zeit sich
trennt und der heilige Stein Hadscher ul-Eswed verrutscht, so nennen
alle Leute den heiligen Propheten vertrauensunwürdig. Der heilige
Prophet, Friede sei mit Ihm, bemerkte diese schlimme Absicht von ihm und
sagte: “E’ûsu bi’llâhi min esch-schejtâni ’r-radschîm”. Daraufhin
verschwand der Satan plötzlich.” Weil St. Muhyiddîn-ı Arabî durch diese
Erklärung verbreitete, dass Iblis der Scheich-i Nedjdî ist, halten sich
die Verirrten gegen diesen großen Heiligen feindselig. Sie nannten ihn
sogar ungläuig. So versteht man, daß ihr Meister und Führer Iblis (der
Satan) ist. Die heilige Orte, die von dem heiligen Propheten als
Erinnerung zurückliegen, reißen sie darum nieder und behaupteten, daß
diese heiligen Orte jeden Menschen zum Götzendiener machen würden.
Hingegen wenn auf diesen heiligen Boden ALLAH den Erhabenen anzubeten
Götzendienst gewesen wäre, hätte ALLAH der Erhabene nicht befohlen, daß
wir Muslims zum Pilgern fahren sollen und der heilige Prophet, Friede
sei mit Ihm hätte den heiligen Stein ‘Hadscher ul-Eswed’ beim rituellen
Umlauf der Kaaba nicht geküsst, auch hätte man in Arafat und Muzdelife
nicht gebetet, in Minâ die Steinchen nicht geworfen und zwischen Safa
und Merwe würde man nicht laufen. Kurz gesagt man würde diese heilige
Stätte nicht respektieren.
Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm,
sagte zu den Gefährten von Medina, als ihr Sippenführer Sa’d ibn Mu’az
Friede sei mit ihm auf dem Ort, wo sie versammelt waren, eintraf: “Steht
auf für euren Führer!’ Dieser Befehl war dafür, damit sie vor Sa’d ibn
Mu’az Respekt haben sollten. Die Worte “Sa’d war krank oder es wurde
befohlen, ihn vom Pferd herunter zu nehmen.” sind falsch. Denn allen
wurde es befohlen. Wenn dieses Befehl nur für das Herunternehmen wäre,
wäre es für eine oder zwei Personen befohlen und nur” “für Sa’d” gesagt
worden, “für euren Führer” hätte man nicht gebraucht.
Während Abdullah ibn Omar, Friede sei
mit ihm, für die Pilgerfahrt von Medina nach Mekka ging, hielt er in den
Stätten, wo der heilige Prophet gerastet hatte an, verrichtete Gebete
und betete an ALLAH, den Erhabenen. Auf diese Weise erreichte er den
Segen dieser Stätte. Er legte seine Hände auf die Kanzel des heiligen
Propheten, dann berührte er sein Gesicht. Imam-ı Ahmed bin Hanbel,
Friede sei mit ihm, küsste das Grabmal des heiligen Propheten und seine
Kanzel, somit fand er Segen.
Sowohl die Anhänger der Irrlehren
behaupten, daß sie der Rechtsschule Hanbeli angehören, nennen sie das,
was der Imam der Rechtsschule Hanbelî tat, Götzendienst. So versteht
man, daß ihre Behauptung, Hanbelit zu sein, eine Lüge ist. Imam-ı Ahmed,
Friede sei mit ihm, machte das Hemd von Imam-ı Schafi’î naß und trank
das Wasser. So wollte er durch das heiligen Wasser Segen erlangen. St.
Halid bin Sejd, Ebû Ejjûb el-Ensârî, Friede sei mit ihm, berührte mit
seinem Gesicht das heiligen Grab des heiligen Propheten, Friede sei mit
Ihm. Als man seine Tätigkeit verhindern wollte, sagte er so: “Laßt mich
los! Ich kam hier nicht für Stein und Boden willen, sondern zur
Anwesenheit des heiligen Propheten, Friede sei mit Ihnen.
Die Gefährten des heiligen Propheten
erlangten Segen durch Werke und Waren des heiligen Propheten Friede sei
mit Ihnen. Ein Beispiel: Mit dem Wasser, mit dem der heilige Prophet die
rituelle Waschung nahm und mit seinem heiligen Schweiß und auch seinem
Hemd, Stock, Schwert, seinen Schuhen, Glas, Ring und kurz gesagt mit
allem, was er Gebrauch hatte. Ümm-i Salama, Friede sei mit ihr, die
Mutter der Muslims, hielt bei sich ein gesegnetes Haar von seinem Bart
bereit. Wenn ein Kranker kam, legte sie dieses Haar ins Wasser, dann
nahm sie es wieder heraus und ließ dem Kranken dieses Wasser, trinken.
In das Glas des heiligen Propheten, Friede sei mit ihm gießte man Wasser
und trank es zur Heilung. Aus dem heiligen Grab von Imâm-ı Bucharî,
Friede sei mit ihm, konnte man den Moschusgeruch warnehmen. Um Segen zu
erlangen, nahmen manche ein wenig Erde von seinem heiligen Grab. Kein
Gelehrter und Rechtsgelehrter hinderten sie. Die Hadith- und
Rechtsgelehrten erlaubten es.” Die Übersetzung aus dem Buch
Usûl-ül-erbea fi terdîd-il wehhabiyye ist hier beendet.
[In der Zeit der Gefährten des heiligen
Propheten und ihrer Nachfolger, und sogar bis zum Jahre 1000 gab es
viele Rechterschaffene und Heilige auf der Welt. Man erlangte Segen und
ihre Gebete indem man diese großen Männer besuchte. Auf diese Weise
brauchte man nicht, den Grab eines Heiligen als Vermittler zu machen und
aus unbelebten Sachen Segen zu erlangen. Dass Handlungen früher gering
angewendet wurden, bedeutet nicht, dass die Ausführung dieser Handlungen
nicht “erlaubt” ist. Wenn es nicht zulässig gewesen wäre, hätten sich
die Gelehrten nicht darüber geäußert.
In den letzten Zeiten vermehrten sich
religiöse Abweichungen und Merkmale von Unglauben. Die Jugend wurde von
den Feinden des Islams irregeführt, so wie die Gelehrten äußerten. Diese
wurden Ketzer genannt. Diejenigen von denen, die im Namen der
Naturwissenschaften die Jugendlichen täuschen, heißen Fanatiker der
Nauturwissenschaften. Und diejenigen, die als Geistliche erscheinen, um
die Menschen zu täuschen, werden Religionsfanatiker genannt. Weil für
die Diktatoren und Unbändigen, die ihrem eigenen Ich folgten, der
Rückgang des Islams und der Atheismus zum Vorteil ist, verursachten sie
diese Katastrophen. Die Anzahl der Gelehrten und Heiligen wurden
weniger. In den letzten Zeiten wurden sie sehr selten. Jetzt muss man
aus den Gräbern und Waren der Heiligen Segen erlangen. Wie bei jeder Tat
und jedem Dienst für ALLAH, den Erhabenen, wurden auch diese Taten mit
“Verboten” vermischt. Die islamischen Gelehrten teilten mit
Übereinstimmung mit, dass man solch legale Taten nicht hindern, dagegen
aber die religiöse Abweichung, welche sich mit diesen vermischten
hindern sollte. Diese Worte von den Gelehrten stehen im Buch Ed-dürer
us-Seniyye fi’r-redd ale’l wehhâbijje (Hochwertige Perlen und Ablehnung
der Wahhabiten) geschrieben. Wenn man dieses Buch liest, hegt man keinen
Zweifel darüber. Das Buch wurde 1319 und Ägypten und 1395 (1975 n.Chr.) in Istanbul mit Offsetdruck veröffentlicht.]
Vier Perioden der Vergrößerung
der Moschee des heiligen Propheten