Ich
hoffe, dass mit der Gnade dieser heiligen Hadith der Glaube der
Gläubigen vervollständigt wird, so dass sie das ewige Glück erlangen.
Auf diese Weise hoffe ich, dass sich der sündige Hâlid befreien und dass
ALLAH, der Erhabene, der nichts benötigt, gnädig und barmherzig ist,
dem sündigen Hâlid seine nutzlosen Worte vergeben wird. ER möge uns vor
den Bosheiten des lügnerischen und betrügerischen Satans und (uns vor
den Lügen und falschen Worten der Feinde des Islam täuschen zu lassen),
schützen. Denn ER ist es allein, der allbarmherzig und am allergrößten
ist.
Die Gelehrten des Islam haben
mitgeteilt, dass jeder heiratsfähige und vernünftige Moslem die
unveränderlichen und persönlichen Eigenschaften ALLAHs, des Erhabenen,
richtig wissen und daran glauben muß, wie der Islam sie berichtet. Das
ist die erste Verpflichtung für alle. Es ist eine schwere Sünde, es
nicht zu wissen. Hâlid-i Bağdadî, Sohn Ahmeds, schreibt dieses Büchlein
nicht, damit er stolz darauf sein kann und auch nicht deshalb, weil er
berühmt sein will. Er schreibt, um den Menschen dienen zu können. ALLAH,
der Allmächtige möge Hâlid[St. Mewlânâ Hâlid-i Bağdadî, gest. 1242
(1826 n. Chr.) in Damaskus.], der keine Fähigkeit besitzt, durch die
heilige Seele des heiligen Propheten helfen! Amen!
[Die persönlichen Eigenschaften ALLAHs,
des Erhabenen, sind sechs: unendliches Wesen, Existenz ohne Anfang,
Existenz ohne Ende, Einigkeit, Unähnlichkeit und Selbständigkeit. ALLAH,
der Erhabene, ist das höchste Wesen. SEIN Wesen ist unendlich. SEINE
Existenz ist ewig und hat keinen Anfang und kein Ende. ER ist einig und
ohne Gleichen. ER ist selbstständig und benötigt nichts ,um ewig zu
sein. Die Geschöpfe haben keine von diesen sechs Eigenschaften. Diese
Eigenschaften gleichen auf keinen Fall den Eigenschaften der Geschöpfe.
Manche Gelehrte sind der Ansicht, dass die Eigenschaften “Einigkeit“ und
“Unähnlichkeit“ gleich sind. Aus diesem Grund zählen sie die
persönliche Eigenschaften ALLAHs, des Erhabenen, als fünf.]
Alles außer ALLAH, dem Erhabenen, heißt
Weltall. Das Weltall war nicht da. ALLAH, der Allmächtige, erschuf es.
Alle Welten sind erschaffen worden. Wie alle Welten erschaffen worden
sind, können sie wieder nicht dasein. Die Hadith des heiligen Propheten
lautet: “Nichts war da außer ALLAH, dem Erhabenen.”
Der zweite Beweis, dass das Weltall
erschaffen wurde, sind die ununterbrochenen Veränderungen. Alles ändert
sich. Was dagegen ewig ist, ändert sich nie. Ewig ist ALLAH, der
Erhabene, und ewig sind SEINE Eigenschaften. Diese verändern sich
niemals. [Bei physikalischen Vorgängen verändert sich der Zustand der
Materie. Bei chemischen Vorgängen dagegen verändert sich die Substanz
der Materie. Wir sehen, dass Gegenstände vernichtet werden, aus denen
dann andere zustande kommen. Heute ist bekannt, dass Materie bei
Atomveränderungen und Kernreaktionen vernichtet wird. Sie verwandelt
sich in Energie.] Die Veränderungen und Umwandlungen im Weltall können
nicht ohne Anfang sein. Sie können nicht aus dem Nichts zustande kommen.
All diese müssen einen Anfang haben, nämlich aus Urmaterien, Elementen
zustande kommen, die aus dem Nichts erschaffen worden sind. Die
Veränderungen im Weltall zeigen, dass das Weltall erschaffen wurde.
Daß das Weltall erschaffen worden ist, weist darauf hin, dass es nicht da war und aus dem Nichts erschaffen wurde.
[Wüdschûd heißt Wesen. Es gibt drei
Arten des Wüdschud: Das erste ist Wâdschib-ul-wüdschûd (Das
unentbehrliche Wesen). Das bedeutet das Wesen, das immer da sein muß. Es
ist ewig da. Vor und nach der Ewigkeit kann es nicht fehlen. ALLAH, der
Erhabene, allein ist Wâdschib-ül-wüdschûd. Das zweite ist
Mümteni-ul-wüdschûd (Das angebliche Wesen. Es bedeutet das Wesen, das
nicht existieren kann. Das wäre ein zweiter Gott, den es wahrhaftig
nicht gibt. Das dritte ist Mümkin-ül-wüdschûd (Das mögliche Wesen). Es
ist das Wesen, das sowohl dasein, als auch nicht dasein kann. Das sind
alle Welten und Geschöpfe. Das Gegenteil vom Dasein ist Nichtdasein oder
das Nichts. Alles war nicht da, bevor es erschaffen worden ist.]
Wenn das Wâdschib-ül-wüdschud, der
Allerschaffer, nicht da wäre, könnte nichts vorhanden sein. [Denn, dass
etwas aus dem Nichts zustande kommt, ist eine Veränderung nähmlich ein
Vorfall. Nach dem physischem Gesetz aber, muß man auf einen Gegenstand
eine äußerliche Kraft wirken lassen, damit ein Vorfall passieren kann
und ferner soll diese Kraft früher als die wirkende Ursache vorhanden
sein.] Darum kann das Geschöpf nicht von selbst zustande kommen und
nicht von selbst im Dasein bleiben. Wenn auf einen Gegenstand keine
Kraft gewirkt hätte, wäre er nicht zustande gekommen und immer im
Nichtdasein geblieben. Denn das Mümkin-ul-wüdschûd (Geschöpf) kann
nichts erschaffen. Das Wesen, das die anderen erschaffen kann, muß
Wâdschib-ul-wüdschûd (Der Schöpfer) sein. Alle Wesen, die erschaffen
worden sind, bilden die Welten, das Weltall. All diese sind nachher
erschaffen worden. Das einzige Wesen, das von keinem anderen erschaffen
worden und Der Schöpfer ist, ist Wâdschib-ul-wudschûd. ER ist ewig. Der
Schöpfer ist das Wesen, das nicht erschaffen worden ist. Es wurde nicht
erschaffen. Wenn es nicht so gewesen wäre, würde es nicht ewig sein und
damit würde man in Widerspruch geraten. Huda heißt im Persischen das
Wesen, das nicht erschaffen worden und ewig da ist. [Auf der 87. Seite
unseres Buches wird eingehender über dieses Thema berichtet.]
Wir sehen, dass das Weltall sich in
einer erstaunlichen Ordnung befindet. Die Technik entdeckt jedes Jahr
neue Systeme. Der Schöpfer, der diese Ordnung erschaffen hat, muß
unsterblich, allwissend, allmächtig, allhörend, allsehend, sprechend,
willkürlich und schöpferisch sein. Denn Sterblichkeit, Unwissenheit,
Machtlosigkeit, Taubheit, Blindheit, Stummheit, Unwillkürlichkeit und
Unschöpferischsein sind Mängel. Es ist unmöglich, dass Der Schöpfer, der
das Weltall in einer ausgezeichneten Ordnung erschaffen hat und es vor
Vernichtung schützt, fehlbare Eigenschaften besitzt. Wie könnte Er
Geschöpfe mit vollkommenen Eigenschaften erschaffen, wenn ER diese nicht
selbst hätte? In diesem Fall würden Geschöpfe vorzüglicher als der
Schöpfer sein! Es ist offenbar, dass es nicht so ist.
[Alle Wesen, von den Atomen bis zu den
Sternen, sind genauen Berechnungen und den Gesetzen gemäß erschaffen
worden. Die Ordnung, die durch die Physik, Chemie, Astronomie und
Biologie entdeckt worden ist, ist wunderbar. Selbst Darwin mußte
gestehen, als er an das Sehvermögen der Augen dachte: “Es geht über
meinen Verstand!” Kann der Allmächtige, der alle Gesetze und die genauen
Berechnungen, die man in den Naturwissenschaften studiert, erschaffen
hat, fehlbare Eigenschaften besitzen?]
Der Schöpfer muß alle vollkommenen, kann
aber keine fehlbaren Eigenschaften haben. Denn, wer fehlbar und
mangelhaft ist, kann kein Hudâ (Der Schöpfer) sein.
Außer diesen vernünftigen Beweisen
berichten die heiligen Verse und Hadithe, dass ALLAH, der Erhabene,
vollkommene Eigenschaften besitzt. Daran soll man glauben. Wer nicht
daran glaubt, ist ungläubig. Die obenerwähnten acht Eigenschaften nennt
man ständige Eigenschaften. ALLAH, der Erhabene besitzt alle
vollkommenen Eigenschaften. Es gibt keine Fehler und keine Irrtümer bei
SEINER Persönlichkeit, SEINEN Eigenschaften und bei SEINEM Tun.