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— O mein Kind! Ich habe dir dreihundertsechzig heilige Hadithe, heilige
Erklärungen des Propheten, vierundvierzig Mitteilungen und sieben
Bedingungen, fünf unentbehrliche, sieben notwendige, vierzehn
erforderliche und fünfundzwanzig empfohlene Vorschriften des Gebetes,
der Grundlage unserer Religion, und vierzehn Verderbnisse des Gebetes
von den Büchern der Gelehrten der Rechtsschule Hanefî zusammengefasst,
damit du diese beachtest und dadurch vergeben werdest!
2 — O mein Kind! Wisse, das ich
tausendneunzig Sitten für dich und andere gläubige Kinder
zusammengefasst habe. Wenn du diese erfüllst, genügen sie dir. Aber wenn
du sie vernachlässigst, geratest du in bittere Not und Schandtat im
Dies- und in Qual im Jenseits.
Wenn du diese ausführst und deinen
Glaubengenossen empfiehlst, wird es dir nützlich. Sie werden um deine
Vergebung beten. Dadurch möge ALLAH, der Erhabene, ihr Gebet aufnehmen.
Denn ein Diener, wird durch das Gebet eines anderen, vergeben.
3 — O mein Kind! Damit alle Anbetungen
[bzw. Gebetsverrichten] eines Menschen gelten, muss er das Glauben der
Anhänger der Sunna haben, Menschen- bzw. Tierrechte beachten und seine
Anbetungen sollen richtig sein. Die in dem Buch Sewâdschir (Ablehnen der
Bosheiten) auf Seite 231 erwähnten heiligen Hadithe besagen: O Sa’d!
Damit dein Gebet gilt, sollst du erlaubtes essen! Vierzigtägige
Anbetungen desjenigen, der ein bisschen Unerlaubtes gegessen hat, gelten
nicht. Das Gebet, das mit einem Hemd verrichtet wird, welches auf
ungerechte Weise erworben wurde, ist nicht gültig. Die Anbetungen derer,
die ungerecht erworbene Kleidung tragen, lässt ALLAH, der Erhabene,
Sich nicht gefallen. [Dass das “Tscharschaf” genantes schwarzes
Straßenkleid nicht hierfür erwähnte Kleidung ist, zeigen diese heiligen
Hadithe.] Das Gebet in der Kleidung in der Preislage zu zehn Pfund,
dessen Zehntel ungerecht erworben ist, gilt nicht. Von denjenigen, die
die Nichtmuslimen ungerecht handeln, werde ich am Tage des Jüngsten
Gerichtes deren Rechte selbst verlangen. Das Bittgebet des Unterdrückten
wird nicht abgelehnt, selbst wenn er ungläubig ist. [O Muslim! Wenn du
möchtest, dass deine Gebete erhört werden, sollst du nirgendswo
verräterisch handeln, listig vorgehen, deinem Arbeiter sein Geld
vorenthalten, Sozialeinrichtungen schaden! Du sollst den Mietpreis
rechtzeitig aus- bzw. deine Schuld zurückzahlen! Du sollst nicht gegen
das Gesetz verstoßen! Du sollst den Vorgesetzten gehorchen! Du sollst
die Steuer rechtzeitig auszahlen! Du sollst diese Verpflichtungen auch
in nicht-islamischen Ländern erfüllen! Du sollst keine Unruhen
hervorrufen! Die Zwietracht ist streng verboten und verursacht das
Unglück! Du sollst mit deiner islamischen Sittsamkeit Vorbild für alle
sein. Ein wahrer Moslem gehorcht dem Islam, begeht keine Sünde, befolgt
die Gesetze, wird nicht straffällig und schadet keinem Geschöpf. Niemals
vergißt er diese heiligen Hadithe: Der beste der Menschen ist jener,
der den Menschen hilft. Der Vorzüglichere im Glauben unter euch ist
jener, der die vorzüglichere Sittsamkeit unter euch besitzt.
Ein Vers lautet :
Besser ist eine Lüge,
die eine Zwietracht hindert,
als eine Wahrheit, welche
eine Zwietracht verursacht.