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— Dazu hat der heiligen Prophet verkündet: (Die Hände sind dir
anvertraut worden, halte damit kein verbotenes Ding! Geh nicht in einen
verbotenen Raum. Das Geschlechtsorgan ist dir anvertraut worden, führe
damit keinen unehelichen Geschlechtsverkehr!) So sind alle Organe deines
Körpers dir anvertraut worden. Wenn du diese rechtmäßig an rechtmäßigen
Stellen verwendest, wirst du ein zuverlässiger Mensch und erfüllst die
Dankbezeigung gegen ALLAH, den Erhabenen. Versündigst du dich gegen
ALLAH, den Erhabenen, indem du diese Anvertrauten an ungesetzlichen
Stellen verwendest, so veruntreuest du die und wirst einer der
Treulosen!
Bemerkung: Es ist
erforderliche Verpflichtung, die Kranken zu heilen. Es wurde mitgeteilt,
dass man sich durch Medizin, Almosen und Bittgebet heilt. Dass es
unentbehrlich ist, getestete heilende Medizin zu gebrauchen, steht in
dem Buch von St. Ibni Âbidîn, Friede sei mit ihm, im Zusammenhang mit
Maßnahmen und Zulässiges. zum Thema “Wasser” heißt es: (Wenn ein
verbotener Stoff heilsam ist und wenn es kein anderes Mittel außer
Schweinefleisch gibt, ist es zulässig, einen verbotenen Stoff als
Medizin zu gebrauchen. Ist man nicht sicher von der Heilkraft eines
Stoffes, so ist es nicht zulässig, diesen Stoff zu verwenden.) Zum Thema
“Fasten” steht: (Es ist zulässig, dass ein kranker Muslim zu einem
nichtmuslimischen Arzt geht, wenn es keinen muslimischen Arzt gibt. Aber
mit der Verordnung des nichtmuslimischen Arzt, darf er nicht seine
Gebete versäumen und vernachlässigen [und verbotene Dinge als Medizin
einnehmen.]) Zum Thema “Unerwünschtes” im Buche Fetâwâji Hindijje wird
folgendes gesagt: (Der kranke Mensch muss daran glauben, dass die
Heilung von ALLAH, dem Erhabenen bestimmt wird, und auf diese Weise muss
er Medizin gebrauchen. Es ist nicht zulässig, daran zu glauben, dass
das Heilmittel selbst heilt. Man muss glauben, dass ALLAH, der Erhabene,
das Heilmittel als einen Grund zur Heilung erschaffen hat. Weil das
Schwein gemein und der Mensch ehrwürdig sind, ist es verboten, deren
Fleisch bzw. Organe als Medizin zu verwenden. Das Gebrauchen der Organe
der anderen Tiere ist zulässig. Es ist keine Sünde, zu sterben, ohne
Heilmittel zu benutzen. Aber man begeht Sünde, wenn man nicht isst, um
zu sterben. [Eine Medizin, die eine sichere Heilkraft hat, gilt als
Nahrung.] Es ist verboten, Dinge nicht zu benutzen, deren Heilkraft
sicher ist. Man darf Muttermilch als Medizin verwenden. Frauen dürfen
Kauharz kauen. Ob es zulässig ist, dass Männer kauen dürfen, ist
zweifelhaft. Die Äußerungen der Gelehrten sind gültig, die es als
zulässig melden, dass man den heiligen Koran rezitieren oder ein Amulet
tragen darf, um sich zu heilen. Es ist zulässig, bestimmte Gebete
auszusprechen, Amulet zu tragen und Medizin zu gebrauchen. Manche sagen,
dass es zulässig ist, Blei zu gießen und auszuräuchern, damit sich
diejenigen heilen, die vom bösen Blick getroffen worden sind. Man darf
in den Garten bzw. auf dem Feld als Maßnahmen gegen bösen Blick
bestimmte Dinge auf hängen. Es ist zulässig, sich vor Empfängnis zu
hüten. Eine Frau soll wegen der Abtreibung nach einer viermonatlichen
Schwangerschaft bestraft werden. Sie darf vorher eine Abtreibung
vornehmen.)
Fage: Darf ein Ehepaar, das keine Kinder hat, eine künstliche Befruchtung vornehmen?
Antwort: Dass Ehemann
und Ehefrau nach der rituellen Eheschließung um ein Kind bitten dürfen,
besagen viele heilige Hadithe. Die Ehapaare, die keine Kinder besitzen,
müssen darum bitten und Gründe geltend machen, um ein Kind zu bekommen.
Es versteht sich von selbst, dass man künstliche Befruchtung vornehmen
darf. Jedoch ist es möglich für das Ehepaar, eine künstliche Befruchtung
selber zu unternehmen, weil es nicht als Notfall gilt, ohne triftigen
Grund Schamteile zu zeigen. Wenn man zu einer künstlichen Befruchtung
gezwungen ist, müssen Mann und Frau miteinander rituell getraut sein.
In der persischen Koranauslegung von St.
Abdül’Asis Dechlewî, Friede sei mit ihm, die in der Stadt Kabil in
Afghanistan 1386 [1966 n.Chr.] gedruckt wurde, zum Thema “Vorzüge” der
Sure Bekara, und in Büchern Sewâ-id-i Müsned (Viele Gründe) und De’awât
(Einladungen) von St. Abdullah bin Ahmed bin Hanbel und St. Hâkim und
St. Bejhekî, Friede sei mit ihnen, steht im folgenden: “St. Übejjübni
Ka’b, Friede sei mit ihm, sagte: Ich saß neben dem heiligen Propheten.
Ein Bauer kam und sagte, dass sein Bruder schwer krank wäre. Als der
heilige Prophet nach der Krankheitsursache fragte, erwiderte er, dass
sein Bruder einen Anfall von Geistesgestörtheit hätte. Der heilige
Prophet sagte: “Bringt deinen Bruder hierher!” Der Bauer brachte ihn
mit. Der heilige Prophet rezitierte folgende heilige Verse auf den
Kranken. Der Kranke wurde sofort wieder gesund. Diese heiligen Verse
sind: die gesamten heiligen Verse der Sure Fatiha, die vier heiligen
Verse zu Beginn der Sure Bekara angefangen mit “We ilâ hüküm” bis
“Jakîlûn”, 163. und 164. heilige Verse, der heilige Vers Ajet el Kursî,
drei der letzen heiligen Verse die Sure Bekara, angefangen mit Lillachî
bis Halîdûn, die achtzehnte heilige Verse der Sure Âl-i Imrân, beginnend
mit “Schehidallachü”, die vierundfünfzigste heilige Verse der Sure
A’râf, beginnend mit “Inne-Rab-beküm”, der hundertsechszehnte heilige
Vers der Sure Müminîn, angefangen mit “Fe-teallachü”, der dritte heilige
Vers der Sure Dschin, angefangen mit “We en-nechu teâlâ”, die ersten
zehn heiligen Verse der Sure Sâf-fât, die letzten drei heiligen Verse
der Sure Haschr, beginnend mit Huwal-lâchü, die Suren Ichlâs, Felâk und
Nâs. [Sejjid Ahmed, Friede sei mit ihm, hat diese heiligen Verse bzw.
die Suren zusammengefasst und ein Büchlein namens Ajat-i Hıfs
(Bewahrende Heilige Verse) im arabischen verfasst. Dieses Büchlein wurde
als Anhang des Buches Teshîl-ül-menafi (Erleichterung der Nützlichen),
das 1982 als ergänzend 1982 in Istanbul gedruckt wurde. Um einem Kranken
zu helfen, muß man zuerst die rituelle Waschung vornehmen. Dann spricht
man siebenmal “estagfirullach”, elfmal “Grußgebet” aus und
beabsichtigt, die heilenden heiligen Verse für den Kranken bzw. die
Kranke zu rezitieren. Nach dem Sonnenaufgang und nach dem Verrichten des
Nachmittagsgebet, täglich zweimal, rezitiert man diese Verse auf den
Kranken, wie im Buch vorgeschrieben, bis der bzw. die Kranke sich heilt
[ungefähr vierzig Tage]. Jedesmal nach dem Rezitieren der heilenden
Verse spricht man die Sure Fatiha und schenk dessen Verdienst dem
heiligen Propheten, St. Behâüddîn-i Buharî, St. Ahmed Rifâ-i und St.
Imâm-ı Rabbanî. Wenn man die heilenden Verse auf ein Amulett schreibt
und es bei sich trägt, wird man vor Zauber und bösem Blick geschützt.
Sein Wunsch geht in Erfüllung.
Das Gebetbuch “Hisb-ül-bachr”
durchzulesen, ist sehr empfehlenswert, um sich von Kummern zu befreien.
Dieses Buch hat St. Ebül Hassen Schâsilî zusammengefaßt.]
Im Buch Müsned von Dârimîn erlâutert St.
Abdullah ibni Mes’ud, Friede sei mit ihm: (Wer zu Hause die Sure Bekara
bis “Müflihûn”, insgesamt fünf heilige Verse, in der Nacht rezitiert,
in dessen Haus darf der Satan nicht eintreten.)
Es wurde befohlen, den ersten Teil der
Sure Bekara am Kopfende und den letzten Teil an Fußende des Grabes eines
neu Beerdigten zu rezitieren.
Eine heilige Hadith lautet: “Raubtier,
und Räuber bzw. Feinde dürfen einem bis zum Morgen nicht schaden, wenn
man nachts zuhause diese dreiunddreißig heilige Verse rezitiert: Die
ersten fünf heiligen Verse der Sure Bekara, der heilige Vers Kursî bis
Halidûn, die letzten drei heiligen Verse der Sure Bekara, beginnend mit
Lil-lachî, die drei heiligen Verse ab 55. Verse der Sure A’râf,
beginnend mit Inne Rab-beküm bis Muchsinîn, die letzten zwei heiligen
Verse der Sure Isrâ, angefangen mit Kul, die ersten elf heiligen Verse
der Sure Sâf-fât bis Lâsib, die zwei heilige Verse der Sure Rachmân,
beginnend mit Jâ ma’schereldschin bis Fe isâ, den letzten Teil der Sure
Haschr angefangen mit Lew enselnâ, die ersten vier heiligen Verse der
Sure Dschin bis Schatatâ.
Ein Organ, das einem schmerzt, wird
gesund, wenn man siebenmal die Sure Fatiha darauf rezitiert. Die
Übersetzung aus der Koranauslegung Asisi (Tefsîr-i Azizi) geht hier zu
Ende.
St. Abdüllah-ı Dehlewî, Friede sei mit
ihm, berichtet in seinem hundertsiebzehnten Brief: (Jedesmal muss man
durch die Vermittlung der Heiligen darum bitten, dass ALLAH, der
Erhabene um der Heiligen willen einem vergibt und seine Bittgebete
erhört. [Hierfür muss man die Namen der Heiligen der Reihe nach
aussprechen.] ALLAH, der Erhabene, läßt dies- und jenseitige Wünsche
durch die Vermittlung der Heiligen gelten. Die Namen der Heiligen sind
in dem Buch Se’adet-i Ebedijje erwähnt. Damit seine Gebete bzw.
Bittgebete gelten, muss man das Glauben der Anhänger der Sunna
bes’itzen, Menschen- bzw. Tierrechte beachten, erlaubtes essen und kein
Geld für sein Rezitieren von jemandem fordern.
[Medizin, Rezitieren bzw. Tragen der
heiligen Verse bei sich, lassen Lebensdauer nicht verlängern und den Tod
nicht hindern. Diese verursachen, dass der Mensch gesund und in Ruhe
lebt. Genau so gelten Operationen und Organtransplantationen und
Impfstoffe. Sie helfen denen, die noch leben. Es ist bekannt, daß viele
Menschen trotz Operationen sterben. Damit Bittgebete gelten, muss man.
Gründe dafür geltend machen. ALLAH, der Erhabene, erschaft alles unter
bestimmten Gründen. Es ist notwendig, betreffende Maßnahmen zu treffen
und Gründe geltend zu machen. Man darf durch Bittgebete die Gründe
erlangen, wodurch ALLAH, der Erhabene, seine Wünsche ermöglicht. SEINEN
geliebten Dienern, den Heiligen, schenkt ER auch ohne Gründe. Das wird
Wunder genannt. Wenn man um etwas bittet, ohne Gründe geltend zu machen,
bedeutet dies, den Gesetzen ALLAH’s, des Erhabenen, nicht zu folgen.]
123 — Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, hat mitgeteilt: Ein Mann kam zu Lokman und fragte: O Lokman! Wie hast Du diese Ehrenstelle erreicht?
Lokman erwiderte: “Durch drei Umstände habe ich diese Stelle erreicht:
1) Durch Aufbewahrung des Anvertrauten.
2) Durch Wahrheitsagen.
3) Durch Verlassen der sinnlosen Worte.).
124 — In dem achten heiligen Vers der
Sure Mu’mînun gebietet ALLAH, der Erhabene, singemäß: (Wer die
Anvertrauten rechtmäßig behandelt, den mache ICH sicher davor, wovor er
sich fürchtet und führe ihn in MEIN Paradies).
Bemerkung: In
verschiedenen Texten des Buches sind Gebete und Wohltaten erwähnt
worden, die verursachen, dass ALLAH, der Erhabene, dem Menschen vergibt.
Diese werden geschätzt und empfohlen, verrichtet zu werden. Man muß
nicht vergessen, daß man als gläubig sterben muss, um die Gaben ALLAH’s,
des Erhabenen, zu erlangen. Der, dessen Glauben nicht mit dem des
heiligen Korans und der heiligen Hadithen offen mitgeteilten
übereinstimmt, darf die Gottesgnade nicht erlangen. Und wer die Verbote
und die fünf Grundsätze des Islam nicht beachtet, darf ebenso nicht
vergeben werden. Diejenigen, die nicht wie Anhänger der Sunna glauben,
heißen Anhänger der Irrlehren. Obwohl diese anbeten, werden sie dafür
nicht belohnt werden. Und ihre Wohltaten, die sie im irdischen Leben
verrichtet haben, dürfen keine Gelegenheit zur Glückseligkeit sein. Wer
für seine Wohltaten im Jenseits belohnt werden will, muss sein
Irrglauben umgehend bereuen und es verbessern.
125 — ALLAH, der Erhabene, gebietet: “O
mein Diener! ICH hatte Hunger. Du sättigtest MICH nicht!” Der Diener
antwortet: O mein Schöpfer! DU sättigst alle Welten. Wie kann ich DICH
sättigen?” Dann erwidert ALLAH der Erhabene: “Einer MEINER Diener war
hungrig. Du warst reich und im Überfluß. Wenn du diesen Diener gesättigt
hättest, würdest du MEIN Wohlgefallen gewonnen haben!” Und ALLAH, der
Erhabene, setzt fort: “O MEIN Diener! Ich hatte Durst. Warum gabest du
MIR kein Trinkwasser?” Der Diener sagt: “O mein Schöpfer! Du bist es,
der allen Welten Wasser gibt. Wie kann ich DIR Wasser geben? ALLAH, der
Erhabene, erwidert: Jener Diener war durstig. Wenn Du ihm Wasser gegeben
hättest, würdest Du meine Liebe gewonnen haben. Auf dieselbe Weise wird
die Frage nach einem Diener ohne Kleid gestellt. Zum vierten Mal sagt
ALLAH, der Erhabene: O mein Diener! ICH war krank und Du besuchtest MICH
nicht! Der Diener: O Schöpfer! Wie kann DICH besuchen? Und ALLAH, der
Allmächtige gebietet: Jener Diener war krank. Du hast ihn nicht besucht.
Wenn Du ihn besucht hättest, würdest Du MEIN Wohlgefallen gefunden
haben!
DANK FÜR DIE GABEN
126 — ALLAH, der Erhabenene, gebot: (O
Moses! Wenn man glaubt, dass die Gaben nicht von sich selbst sondern von
MIR gekommen sind, so bedeutet dies, MIR dafür zu danken. Wenn ein
Diener seine Nahrung nicht als MEINE Gabe sondern als Ergebnis seiner
Bemühung betrachtet, ist er undankbar.)